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Die Geschichte unserer Schule

Die Volksschule Ranzel wurde 1926 gebaut und war im März 1927 fertig gestellt. Die Eröffnungsfeier fand am 01. April 1927 statt. Die Schule bestand damals nur aus dem heutigen Altbau. Die ersten Lehrer hießen Otto Flitsch und Heinrich Kurscheid. In die Volksschule gingen alle Schüler und Schülerinnen zwischen 6 und 14 Jahren. Diese 8 Jahrgänge gingen in 2 Klassen.

Ursprünglich mussten die Ranzeler Schüler die Schule in Lülsdorf besuchen. Als in den 20er Jahren die Lülsdorfer Schule zu klein wurde, sollte sie zunächst ausgebaut werden. Das hätte 15.000 RM (Reichsmark) gekostet. Ein Schulbau in Ranzel aber sollte 25.000 RM kosten. Damals gab die Feldmühle die Differenz von 10.000 RM dazu und ermöglichte so den Bau der Schule.

Im Herbst 1926 wurde mit dem Bau der Lehrerdienstwohnung direkt an der Schule begonnen ( heute Bücherei Ranzel ). Die Lehrer konnten am 01. April 1930 dort einziehen und bezahlten pro Wohnung 40 RM Miete.

1932 besuchten schon 124 Schüler/innen die Schule. Die Hälfte kam aus Ranzel-Ort, die andere aus der Kolonie Ranzel. 1943 besuchten nur noch 60 Kinder die Volksschule Ranzel, davon nur 7 aus der Kolonie. Die Bewohner der Kolonie waren inzwischen so alt geworden, dass sie keine schulpflichtigen Kinder mehr hatten.

In den Kriegsjahren 1939–45 wurde die Schule stark zerstört. In der Schulchronik heißt es “ Unsere Schule ist so stark beschädigt, dass sie fast einem Trümmerhaufen gleicht. Ohne Dach und Fensterrahmen, das Mauerwerk durchlöchert, die Wände teilweise eingedrückt, bietet sie ein trostloses Bild. Auf dem Schulhof sind zahlreiche kleine und große Granattrichter zu sehen.”

Der 24. April 1946 war der 1. Unterrichtstag nach Kriegsende. 69 Kinder besuchten die Schule. Sie alle wurden von Lehrer Otto Flitsch unterrichtet. Weil 62 der 69 Kinder katholisch waren, wurde die Volksschule zur katholischen Volksschule Ranzel ernannt.

Im März 1947 kam eine Lehrerin an die Volksschule. Sie musste sich aber mit Herrn Flitsch einen einzigen Klassenraum teilen, weil nicht genügend Bänke für alle Kinder da waren und es auch nur einen Ofen für den einen Klassenraum gab. Unter den Kriegszeiten hatten viele Kinder sehr gelitten. Sie waren ausgehungert und in schlechtem Gesundheitszustand. Deshalb gab es ab Februar 1947 an der Schule eine Schulspeisung. Jedes Kind bekam für 1,20 DM pro Woche eine Mahlzeit am Tag.

Ab April 1950 gab es in Ranzel 3 Klassen. In der 1. Klasse wurde das 1.und 2. Schuljahr unterrichtet, in der 2. Klasse das 3. und 4. Schuljahr und in der 3. Klasse das 5. bis 8. Schuljahr. Zu dieser Zeit wurde auf dem Schulgelände ein Brausebad mit dazugehörigen Toiletten errichtet. Schüler/innen durften dort zu bestimmten Zeiten umsonst duschen. Erwachsene durften am Samstag dort für 0,20 DM ein Brausebad nehmen.

Im April 1951 gab es 98 Schüler an der Schule. Das änderte sich aber rasch, als die Feldmühle neue Wohnungen fertiggestellt hatte. Die Schülerzahl stieg ruckartig auf 130 an.

1953 wurde die Schule verputzt. Ein Künstler fertigte das Bild: “Auf der Spielwiese“ an, das noch zu sehen ist. Zu dieser Zeit befand sich auch ein Trinkbrunnen auf dem Schulhof.

1961 wurde die Sportanlage zwischen Lülsdorf und Ranzel fertiggestellt. Im März 1962 trat Otto Flitsch in den Ruhestand. 1964 wurde mit dem Neubau an der Ranzler Schule begonnen. Dazu mussten die Toiletten und das Brausebad abgerissen werden.

1961 wurde aus der Volksschule eine Grundschule.